Die schärfste Band der Welt
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Die schärfste Band der Welt

Die Chilis sind nicht nur essbar, sondern auch eine der erfolgreichsten Rockband der Welt. Bereits im Jahr 1983 gründeten Anthony Kiedis (Gesang),         Michael „Flea“ Balzary (Bass), Hillel Slovak (Gitarre) und Jack Irons (Schlagzeug) die Band, die Jahre später die Musik revolutionieren und die Welt erobern sollte.

Der ursprüngliche Name Tony Flow and the Miraculously Majestic Masters of Mayhem musste schnell weichen, mitverantwortlich dafür war der neue Musikstil, den die Musiker kreierten. Sie verbanden als Erste Funk, Rap, Rock und Punk zu Crossover. Die neue Musikrichtung, die Jahre später eine ganze Generation prägte, war so scharf, dass sich die Band in Anlehnung an klassische amerikanische Blues- oder Jazz-Bandnamen nunmehr Red Hot Chili Peppers nannte.

Ein Fan bringt den großen Durchbruch

Die ersten Alben etablierten die junge Band als Geheimtipp, der große Durchbruch blieb zunächst jedoch aus. Das sollte sich nach zwei Umbesetzungen dramatisch ändern. Chad Smith übernahm die Drums, der damals erst 18-jährige Fan der Band John Frusciante stieg als neuer Gitarrist mit ein. Damit war die legendäre Besetzung der Red Hot Chili Peppers komplett. Ihr 1989 erschienenes viertes Album „Mother´s Milk“ brachte ihnen den großen Durchbruch in den USA und legte den Grundstein für die anstehende Weltkarriere. Zwei Jahre später war es dann so weit. Das Album „Blood Sugar Sex Magik“ machte die Musiker zu Weltstars und katapultierte erstmals eine Alternative-Band in den Superstar-Himmel. Gemeinsam mit R.E.M. bereiteten die Red Hot Chili Peppers den Boden für die folgende Musikrevolution auf, der die Industrie mit dem Aufkommen von Grunge auf den Kopf stellen sollte.

Frusciante hat genug und geht

Als entscheidendes Puzzleteil, das die Band zum Klingen brachte, erwies sich in weiterer Folge das Engagement von John Frusciante. Er entwickelte sich zum dominanten Musiker, dessen unverwechselbarer Gitarrensound die Band aufblühen ließ. Der Erfolg der Red Hot Chili Peppers kam und ging mit seiner Präsenz. Das war bereits nach seinem ersten Rückzug erkennbar. 1992 gab der sensible Künstler das erste Mal auf, die Band war gezwungen ihn zu ersetzen. Doch Dave Navarro brachte einen deutlich veränderten Sound ins Spiel, die Verkaufszahlen des Nachfolgers reichten nicht an „Blood Sugar Sex Magik“ heran. Er verließ die Band wieder und John Frusciante kehrte zurück. Damit begann die künstlerisch erfolgreichste Zeit der Red Hot Chili Peppers.

Frusciante hat genug und geht
Frusciante hat genug und geht

Die Platten „Californication“, „By The Way” und das Opus Magnum „Stadium Arcadium” hoben die Band auf ein neues Level. Jahrelange Tourneen rund um den Planeten, zahllose Hit-Singles und Erfolg allerorts prägten die Zeit. Elf Jahre nach seiner Rückkehr verließ der Ausnahme-Gitarrist seine Band ein zweites Mal. Josh Klinghoffer, der schon in der Vergangenheit immer wieder mit der Gruppe zusammengearbeitet hatte, ersetzte ihn. Er sollte sich jedoch als ein besserer Mietmusiker erweisen, der den Sound der Band nie entscheidend prägen konnte. Die Platte „I’m with You“ erhielt bescheidene Kritiken, der Nachfolger „The Getaway“ wartete erstmals nach langer Zeit mit einem neuen Produzenten auf. Danger Mouse verpasste den Chilis einen frischen Sound und führte sie so in die Zukunft. Aktuell arbeiten die Red Hot Chili Peppers an ihrem zwölften Album. Zur großen Freude der Fans verkündeten sie Ende des letzten Jahres, dass ihr Erfolgsgarant John Frusciante nun bereits zum dritten Mal in die Band eingestiegen ist. Damit steigen die Erwartungen an ein neues Werk, mit dem die Gruppe ihrem Namen hoffentlich wieder gerecht werden kann.

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