Der Tomatenkaiser schärft nach
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Der Tomatenkaiser schärft nach

Das Burgenland ist Österreichs östlichstes Bundesland. Die Region wirbt mit bis zu 300 Sonnentagen im Jahr und wird daher von Touristen und Badefreunden sehr geschätzt. Das Land rund um den größten Steppensee Europas, den Neusiedler See, bietet seinen Besuchern ein Paradies für Naturfreunde und Radfahrer. Der See erstreckt sich bis tief nach Ungarn hinein und prägt auch die Landschaft im Osten Österreichs. Dort ist auch der Tomatenkaiser Erich Stekovics zu Hause.

Im Wallfahrtsort Frauenkirchen findet sich ein Tomaten-Paradies, das seinesgleichen sucht. Stekovics hat sich hier mit seinem Betrieb niedergelassen. Er hat sich jener Pflanze verschrieben, die als einzige auf allen fünf Kontinenten der Erde wächst und gedeiht, der Tomate. Der Spezialist züchtet und verarbeitet hunderte Sorten aus aller Welt und verkauft diese höchst erfolgreich an Restaurants und Supermärkte. Daneben widmet sich der Tomatenkaiser der Erhaltung der umfangreichen Sorten. Besucher können sich in einer der zahlreichen Touren durch sein Tomaten-Paradies von der Vielfalt und Reichhaltigkeit der Tomate überzeugen. Diese Genusstouren sind seit Jahren massiv überlaufen, wer sich hier einen Platz sichern möchte, muss lange im Voraus buchen. Doch die Mühe lohnt sich, Stekovics gibt seinen Besuchern einen tiefen Einblick in die Geschichte der Pflanze und ihre Geheimnisse. So ganz nebenbei kann man sich dabei durch bis zu 80 verschiedene Sorten kosten.

Biobauer aus Leidenschaft

Doch Stekovics interessiert sich nicht nur für Tomaten allein. Ganz im Gegenteil, er widmet sich auch der Paprika und den Chilis mit gleicher Leidenschaft und Hingabe. Der umtriebige Unternehmer findet immer wieder neue Möglichkeiten seine Spezialitäten attraktiv zu vermarkten. Sein letzter Coup betrifft den Gerstensaft. Der Biobauer aus Frauenkirchen ist auch ein Experte für Sortenraritäten. Er kultiviert bereits seit dem Jahr 2016 die Chili-Sorte Charapita. Seine Expertise hat die Brauerei Stiegl aus Salzburg dazu bewogen eine Zusammenarbeit anzustreben. Deren Braumeister Markus Trinker entschied sich dafür, gemeinsam mit Erich Stekovics eine neue Bierspezialität mit dem Namen „Lagerfeuer“ zu entwickeln. Es handelt sich dabei um ein Baltic Chili Porter. Die Idee ein Chili-Bier zu brauen entstand bereits vor mehr als einem Jahr. Während Stekovics überlegte welche Sorte denn am besten zu einem Bier passen könnte, testete der Braumeister seine Ideen so lange, bis eine perfekte Kombination entstanden war.

Biobauer aus Leidenschaft
Biobauer aus Leidenschaft

Ein Bier zum Einheizen

Die Wahl fiel schließlich auf die Charapita-Chili. Das ist eine besonders kostbare Sorte und auch unter dem Namen „letzter Pfeffer der Inkas“ bekannt. Die Charapita-Chili hat den Beinamen „Safran unter den Chilis“ erhalten, denn es handelt sich bei ihr um die teuerste Chili der Welt. Stiegl hat sich also für das Beste des Besten für sein Chili-Bier entschieden. Das exotische Getränk hat ein tiefschwarze Farbe und ein cremige Schaumhaube. Die feinen Röstaromen unterstützen den Geschmack nach Schokolade und Kaffee, im Hintergrund schmeckt man feine Nuancen von Trockenfrüchten.

Das Bier wird auch als im Antrunk karamellig mit einem Hauch von Nüssen beschrieben. Danach entfaltet sich der Geschmack, bevor die Schärfe der Chili zur Vorschein kommt. Damit diese gewagte Kombination auch geschmacklich funktioniert, war eine Menge geschmacklicher Balance notwendig. Das winterliche Getränk eignet sich nicht nur zum Einheizen bei kalten Temperaturen, sondern ist auch eine perfekte Begleitung für würzige Gerichte wie Pulled Pork und Chili con Carne. Das „Lagerfeuer“ ist jeweils mit Beginn des Jahres bei Stiegl oder bei ausgewählten Partnern in der Gastronomie und im Lebensmittelhandel erhältlich.

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