Chilis sind scharf und gesund
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Chilis sind scharf und gesund

Chilis liebt man oder hasst man. Die scharfen Schoten verfeinern zahlreiche Speisen und sorgen bei manchen Zeitgenossen, ob ihrer Kraft für Entsetzen. Was in der Diskussion rund um die Scharfmacher aber regelmäßig vergessen wird ist, dass Chilis gesund sind. Man könnte sie auch als die gesündeste Droge der Welt beschreiben. Woran das liegt? Nun, der Körper empfindet die Schärfe der Chili nicht als Schärfe, sondern als Schmerz. Als Reaktion darauf schüttet er Endorphine aus und macht so glücklich.

Nicht umsonst sind die Chilis in Ländern wie Mexiko oder Indien sehr beliebt. Auch in Europa gibt es mittlerweile immer mehr Anhänger der Schote. Aktuelle Studien zeigen die antioxidativen, entzündungshemmenden, schmerzlindernden, immunstärkenden und appetitzügelnden Eigenschaften von Chilis. Verantwortlich dafür ist der Stoff Capsaicin. Er schützt nicht nur vor Krankheiten, sondern lässt auch die Pfunde verschwinden und bringt Glück ins Leben der Menschen, die keine Scheu davor haben Chilis zu essen.

Wundermittel Capsaicin

Chilis gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Ihnen werden schon längere Zeit gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Das ist nun auch wissenschaftlich belegt. Nicht nur das, Chilis dienen offenbar auch der Herzgesundheit und der Krebsheilung. Der darin enthaltene Stoff Capsaicin ist ein Alkaloid und zählt zu den schärfsten bekanntesten Substanzen. Sein Wirkstoff wird als Heilmittel bei Kreislaufbeschwerden, Hautkrankheiten, Muskelschmerzen, Verdauungsproblemen, Durchblutungsstörungen und sogar als Aphrodisiakum empfohlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Capsaicin über die Nahrung zu sich nimmt oder als Salbe anwendet. Aktuell gibt es Forschungen zur Anwendung bei chronischen Entzündungskrankheiten. Dazu zählen etwa Bluthochdruck, Migräne, Geschwüre und Blasenschwäche. Das war allerdings noch lange nicht alles. Letzten Untersuchungen zufolge gibt es sogar einen Zusammenhang zwischen Capsaicin und reduzierten Blutfetten, sowie absterbenden Krebszellen.

Fortschritt im Kampf gegen Krebs?

Bereits seit einigen Jahren ist der Stoff in der Wissenschaft als eine Waffe gegen den gefürchteten Krebs bekannt. Bereits seit dem Jahr 2007 weiß man von dem krebshemmenden Potenzial. Damals erregte eine entsprechende Studie der Nottingham University Aufsehen. Interessant dabei ist, dass die Substanz gegen krebserregende Giftstoffe im Körper vorgeht, ohne dabei die gesunden Zellen zu schädigen. Getestet wurde die Wirkung an im Labor gezüchteten Zellen aus der Lunge und der Bauchspeicheldrüse. Diese gelten als besonders aggressiv, nichtsdestotrotz stellte sich in der Studie die Wirkung ein. Dies könnte erklären, warum die Krebsrate in Ländern, in denen traditionell viele Chilis gegessen werden, relativ niedrig ist. Der Studienleiter Dr. Timothy Bates verwies auf Indien und Mexiko, wo die Menschen viel weniger an der tödlichen Krankheit leiden.

Fortschritt im Kampf gegen Krebs?
Fortschritt im Kampf gegen Krebs?

Der in den Chilis enthaltene Stoff Capsaicin geht dabei wie folgt vor. Er greift die Mitochondrien in den Krebszellen an, bindet die Proteine und löst damit ein Zellsterben aus. Das regt natürlich die Fantasie der Wissenschaftler und Pharmazie-Konzerne an. Ein Medikament auf Basis von Capsaicin könnte nie gekannte Erfolge in der Krebstherapie bringen, denn Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Doch auch Herzkranke dürfen Hoffnung schöpfen. Das Wundermittel Capsaicin senkte die bösen Cholesterinwerte, ohne das gute Cholesterin anzugreifen. Betrachtet man also die erfreulichen „Nebenwirkungen“ des Chili-Konsums, dann spricht nichts mehr gegen eine vermehrte Aufnahme des Allheilmittels.